Piene, Otto

 


otto
Geboren:
1928 in Laasphe, Westfalen
Gestorben: 2014 in Berlin

Seine Werke:
Otto Piene gründete zusammen mit Heinz Mack 1957 die Gruppe „Zero“. Die Idee war ein von der „Ebene Null“ ausgehender Neubeginn der Malerei mit Einbeziehung des Lichts und der Farbe. Beides waren die wichtigsten Elemente seiner Werke. So sind seine Arbeiten von leuchtenden Farben und Motiven geprägt, die den Betrachter fast magisch in ihren Bann ziehen. Nach dem Tod von Otto Piene 2014 sind die Preise seiner Werke regelrecht explodiert und brachten auf dem Kunstmarkt fast über Nacht den zehnfachen Preis. Auch seine grafischen Arbeiten zogen extrem im Preis an und werden, so ist sich die Kunstszene einig, weiter steigen.

 Akademische Ausbildung, künstlerischer Werdegang:
Nach dem Abitur studierte Otto Piene von 1949 bis 1953 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München und an der Kunstakademie in Düsseldorf. Zwischen 1951 und 1964 war er Dozent an der Modeschule in Düsseldorf und studierte in Köln Philosophie (Abschluss Staatsexamen). Als Reaktion auf das „abstrakte Informel“, also die abstrakte Kunst der Nachkriegszeit, gründete Piene gemeinsam mit Heinz Mack 1957 in Düsseldorf die Künstlergruppe „Zero“ als Nullpunkt der Kunst, der sich vier Jahre später auch Günther Uecker anschloss.

In den 1960er Jahren ging Otto Piene in die USA, wo er diverse Professuren an bedeutenden Universitäten übernahm und zum Direktor am „Center for Advanced Visual Studies“ (CAVS wurde, dessen Leitung er bis 1994 innehatte.

2008 erlebte die Gruppe „Zero“ eine neue Dimension als „Zero foundation“. Die Künstler stifteten 40 Werke sowie ihre Archive der ZERO-Zeit mit Fotografien und Dokumenten. Otto Piene lebte und arbeitete zuletzt in den USA und Düsseldorf. Im Juli 2014 starb er in Berlin, wo er sich anlässlich der Eröffnung einer großen Ausstellung seiner Werke in der Neuen Nationalgalerie aufhielt. Otto Piene gehört zusammen mit Heinz Mack und Günther Uecker zu den ganz großen Künstlern Deutschlands.